Gestiegene Corona-Infektionszahlen in Bremen: „Seestadt darf kein Kollateralschaden werden“

Veröffentlicht am 09.10.2020 in Regional

Nachdem die Stadt Bremen am Mittwoch die kritische Obergrenze von 50 Infektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten hat und mit einem Inzidenzwert von 57,6 zum Risikogebiet erklärt worden ist, warnt Bremerhavens SPD-Vorsitzender Martin Günthner davor, dass die Seestadt zum Leidtragenden Bremer Nachlässigkeiten werde: „Bremerhaven hat aktuell eine Inzidenzwert von 5,1. Aufgrund der Tatsache aber, dass in unserer Stadt der Hafen stadtbremisch ist, haben wir kurioserweise ein Risikogebiet in unserer Stadt.“

Auch wenn dies aktuell nicht ins Gewicht falle, könne dieser Umstand für die Bremerhavener Beherbergungsbetriebe noch Sprengkraft entfalten, befürchtet Günthner. Der Grund: Wie die einzelnen Bundesländer mit Risikogebieten umgehen, ist sehr uneinheitlich geregelt. So erstelle beispielsweise das Landesamt für Gesundheit in Mecklenburg-Vorpommern täglich eine aktuelle auf Postleitzahlen basierende Liste aktuell betroffener Gebiete, an der sich Hotels bei Buchungsanfragen orientieren. „Und dadurch werden plötzlich, weil das stadtbremische Überseehafengebiet zur Postleitzahl 27568 gehört, Teile von Lehe und Mitte in Bremerhaven zum Risikogebiet – ein Unding“, kritisiert Günthner.

Der Bremerhavener SPD-Vorsitzende fordert den Bremer Senat mit Nachdruck dazu auf, umgehend tätig zu werden: „Es wäre ein Unding, wenn die Menschen unserer Stadt, die sich an die Regeln gehalten und sich unterm Strich vorbildlich verhalten haben, zum Kollateralschaden Bremer Nachlässigkeiten werden.“

 
 

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